Anleitungen Sek I
Abfall vermeiden - nachhaltig konsumieren
Das Nachhaltigkeitsbüro bietet zahlreiche Schulworkshops und Exkursionen zu den Themen Abfall und nachhaltiger Konsum an, die entweder einen allgemeinen Überblick geben oder verschiedene Konsumgüter bzw. Abfallfraktionen in den Blick nehmen.
Im Rahmen einer Abfallsammelaktion kann beispielsweise das direkte Schulumfeld in den Blick genommen werden. Die gefundenen Abfälle und ihre Auswirkungen auf die Umwelt werden besprochen. Bei der Stadtführung „KonsuMensch“ wird ein kritischer Blick auf unseren Konsum geworfen. Daneben gibt es Workshops zu Konsumgütern wie Handy, Papier, Lebensmittel und Textilien.
Im Folgenden sind die Workshops und Exkursionen beispielhaft einzelnen Lerneinheiten zugeordnet. Sie können jedoch auch in Verbindung mit anderen Lerneinheiten genutzt werden.
Sämtliche Angebote sind kostenlos. Es können in einzelnen Fällen Kosten für Material oder Lebensmittel anfallen.
Lerneinheit 1
Ach, du schöne Konsumwelt!?
Abfallsammelaktion
Wenn Sie eine pädagogisch begleitete Abfallsammelaktion mit Ihren Schüler*innen durchführen möchten, sprechen Sie uns gerne an! In der Regel sollten dafür vier Unterrichtsstunden zur Verfügung stehen. In den ersten beiden Stunden erfolgt ein Rundgang, bei dem in regelmäßigen Abständen über den gefundenen Abfall gesprochen wird und über seine Auswirkungen in der Landschaft sowie für Tier und Mensch. In den letzten beiden Stunden wird mit den Schüler*innen über Möglichkeiten diskutiert, wie Abfall sowie das achtlose Wegwerfen vermieden werden können und welche Alternativen es zum Gebrauch von Kunststoff gibt. Es werden konkrete Beispiele vorgestellt.
Dabei wird gleichzeitig die Initiative „Hannover ohne Plastik“ (kurz HOP!) der Landeshauptstadt Hannover vorgestellt.
Zielgruppe: 1.-7. Klasse
Zeitumfang: ein Projektvormittag
Kostenbeitrag: es fallen keine Kosten an
Ort: im Umfeld der Schule
Referentinnen: Marina Stegic, Ewelina Scheliga, Werk-statt-Schule e. V
Kontakt: Tel.: 0511/44 98 96-16, E-Mail: umweltbildung@werkstattschule.de
Lerneinheit 2
Mein Einkauf wirkt – auf alle, überall!
Stadtführung „KonsuMensch“
An vier Stationen rund um den Kröpcke wird geraten, geschätzt, diskutiert, gepuzzelt und sortiert. Dabei geht es um die Fragen: Was ist Globalisierung? Wie funktioniert Werbung? Wie sieht der Produktionsweg einer Jeans aus und was passiert unterwegs? Wer bekommt das Geld, das ich für meine neuen Sportschuhe ausgebe und wie ist es um die Situation der Näherinnen bestellt, die sie anfertigen? Welche Macht haben wir Konsument*innen? Wie trägt unsere Ernährung zum Klimawandel bei? Welche Lebensmittel haben einen besonders großen CO2-Fußabdruck und warum? Fairer Handel ist viel mehr als bessere Löhne!
Zielgruppe: 6.-13. Klasse
Zeitumfang: 2 U.std.
Ort: in der Innenstadt Hannovers
Kostenbeitrag: kostenlos
Referent*innen: JANUN Hannover e.V.
Kontakt: Tel.: 0511/590 91 90, E-Mail: buero@janun-hannover.de
Unterrichtseinheit „KonsuMensch“
An vier Stationen im Klassenraum wird geraten, geschätzt, diskutiert, gepuzzelt und sortiert. Dabei geht es um die Fragen: Was ist Globalisierung? Wie funktioniert Werbung? Wie sieht der Produktionsweg einer Jeans aus und was passiert unterwegs? Wer bekommt das Geld, das ich für meine neuen Sportschuhe ausgebe und wie ist es um die Situation der Näherinnen bestellt, die sie anfertigen? Welche Macht haben wir Konsument*innen? Wie trägt unsere Ernährung zum Klimawandel bei? Welche Lebensmittel haben einen besonders großen CO2-Fußabdruck und warum? Fairer Handel ist viel mehr als bessere Löhne!
Zielgruppe: 6.-13. Klasse
Zeitumfang: 2 U.std.
Ort: in der der Schule
Kostenbeitrag: kostenlos
Referent*innen: JANUN Hannover e.V.
Kontakt: Tel.: 0511/590 91 90, E-Mail: buero@janun-hannover.de
Weiteres:
- Auch die Stadtführung „temperaTOUR“ oder der Workshop „Klimagerechtigkeit“ können gebucht werden, wenn ein stärkerer Fokus auf das Thema Klima gelegt werden soll.
- Lernmodul „Ökologischer Fußabdruck“ zur kostenlosen Ausleihe
- Broschüre „KonsuMensch - Auf den Spuren nachhaltiger Produkte“ in verschiedenen Sprachen
Lerneinheit 3
Weniger ist mehr – Ressourcen schützen, Abfall vermeiden!
Wertstoff Metall
Wie funktioniert das Recycling von Weißblech? Welche neuen Produkte können entstehen? Was passiert mit den Dosen aus dem gelben Sack? Diese und weitere Fragen werden während des Workshops beantwortet. Und es werden aus alten Konservendosen neue Dinge hergestellt. In den Wintermonaten entstehen Windlichter, im Frühjahr Insektennisthilfen oder kreative Blumentöpfe.
Zielgruppe: 1.-11. Klasse
Zeitumfang: ca. 3 Zeitstunden als Projektvormittag
Kosten: es fallen keine Kosten an
Ort: Werk-statt-Schule, Kniestr. 10, Hannover-Nordstadt, nach Absprache auch in der Schule möglich
Referentinnen: Marina Stegic, Ewelina Scheliga, Werk-statt-Schule e. V
Kontakt: Tel.: 0511/44 98 96-16, E-Mail: umweltbildung@werkstattschule.de
Kooperationspartnerin: Abfallwirtschaft Region Hannover (aha)
Beratungsangebot „Abfallcheck“
Die Schulen erhalten Unterstützung in Form einer Abfallberatung. Dabei werden die Schulleitung, der/die Hausmeister*in und das Reinigungspersonal eingebunden, um auf die speziellen Gegebenheiten oder Herausforderungen der Schule eingehen zu können. Es werden die für die schulischen Verhältnisse optimalen Entsorgungsbehälter für Rest- und Bioabfälle, Altpapier und Wertstoffe ermittelt. Zusätzlich ist eine Ausstattung der Klassenräume mit verschiedenfarbigen Sammelbehältern möglich, die es den Schüler*innen erleichtern, Abfälle und Wertstoffe richtig zu trennen.
Referentinnen: Marina Stegic, Ewelina Scheliga, Werk-statt-Schule e. V
Kontakt: Tel.: 0511/44 98 96-16, E-Mail: umweltbildung@werkstattschule.de
Kosten: es fallen keine Kosten an
Weiteres:
Broschüre „Upcycling – Aus alt mach anders“
Lerneinheit 4
Das bisschen Restabfall ist doch kein Problem, oder?
Abfall - zu schade zum Wegschmeißen
Beim Sortieren von Abfall lernen die Schüler*innen wieder verwertbare Materialien wie Papier, Metall und Kunststoffe kennen und erfahren wie klein die Restabfallmenge werden kann. Die Wertstofftrennung und das Recycling als Methoden zur Ressourcenschonung werden vorgestellt. Stoffkreisläufe wie zum Beispiel beim Recycling von Kunststoff werden beschrieben und konkrete Möglichkeiten der Abfallvermeidung und eines nachhaltigen Konsums besprochen. Die regionale Abfallentsorgung und -verwertung wird vorgestellt.
Zielgruppe: 1.-6. Klasse
Zeitumfang: ein Projektvormittag
Kosten: es fallen keine Kosten an
Ort: Werk-statt-Schule, Kniestr. 10, Hannover-Nordstadt, nach Absprache auch in der Schule möglich
Referentinnen: Marina Stegic, Ewelina Scheliga, Werk-statt-Schule e. V.
Kontakt: Tel.: 0511/44 98 96-16, E-Mail: umweltbildung@werkstattschule.de
Lerneinheit 5
Wir machen jetzt Plastik-frei!
Plastikflut
Die Plastikflut ist ein Ausdruck für unsere heutige Lebensweise. Plastik ist günstig, leicht und einfach praktisch. Wegwerfprodukte aus Plastik erleichtern uns das Leben scheinbar perfekt in hektischen Zeiten. Aus diesem Grund werden täglich enorme Mengen an Kunststoff produziert - ein Material, das hunderte von Jahren hält. Der Abfall im Meer besteht zu großen Teilen aus Einwegartikeln, Verpackungsmaterial und Wegwerfprodukten.
Woher kommt der ganze Müll? Wir trennen doch unsere Abfälle sorgfältig und werfen alles in den Mülleimer und nicht in die Natur. Hat der Müll im Meer überhaupt etwas mit den Menschen zu tun, die nicht an der Küste leben? Vielleicht erst einmal überraschend: Geschätzte 80 % der Plastikabfälle im Meer stammen aus den Binnenländern und werden über die Flüsse ins Meer getragen. Der Rest wird durch Tourismus, Freizeitaktivitäten und Industrieanlagen an den Küsten, Schifffahrt, Offshore-Anlagen, Fischerei, Muschelkulturen und illegales Verklappen von Müll verursacht. Insofern: Die Plastikflut geht uns alle an!
In der Unterrichtseinheit wird ein Blick auf die Problematik geworfen und es wird mit den Schüler*innen über Lösungsmöglichkeiten bzw. Alternativen zum Werkstoff Kunststoff diskutiert.
Zum Abschluss werden kleine Seifenstücke ohne Mikroplastik selbst hergestellt. Die Schüler*innen lassen Glycerinseife schmelzen, färben diese ein und versetzen sie mit Duftöl.
Zielgruppe: ab Sek I
Zeitumfang: ein Projektvormittag
Kosten: kostenlos
Ort: Werk-statt-Schule, Kniestr. 10, Hannover-Nordstadt, nach Absprache auch in der Schule möglich
Referentinnen: Marina Stegic, Ewelina Scheliga, Werk-statt-Schule e. V
Kontakt: Tel.: 0511/44 98 96-16, E-Mail: umweltbildung@werkstattschule.de
Kooperationspartnerin: Abfallwirtschaft Region Hannover (aha)
Mikroplastik
Vor ca. 100 Jahren wurde Plastik erfunden und es ist mittlerweile aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Die Folgen unseres Plastikkonsums sind sichtbar in unseren Gewässern und Meeren, im Boden und in der Luft. Das kaum wahrnehmbare bzw. unsichtbare Mikroplastik wird von Organismen aufgenommen und selbst im menschlichen Körper wurde es nachgewiesen. Die Forschung zu Mikroplastik steht noch am Anfang, aber die möglichen Auswirkungen sind erschreckend.
Dieser Workshop bearbeitet die Entstehung von Mikroplastik, informiert über verstecktes Mikroplastik in unserer Kosmetik und klärt über die möglichen Risiken auf. Als Praxiselement werden folgende Module angeboten:
- Plastikfreie Seife selbst herstellen
- Plastikfreies Lippenbalsam selbst herstellen
- Untersuchung eines Gewässers auf Mikroplastik
Der Workshop wird in enger Zusammenarbeit mit den Lehrkräften erarbeitet und ggf. angepasst.
Zielgruppe: 1.-7. Klasse
Zeitumfang: ein Projektvormittag
Kostenbeitrag: es fallen keine Kosten an
Ort: Werks-statt-Schule e.V., Kniestraße 10, 30167 Hannover
Referentinnen: Marina Stegic, Ewelina Scheliga, Werk-statt-Schule e.V.
Kontakt: Tel.: 0511/44 98 96-16, E-Mail: umweltbildung@werkstattschule.de
Weiteres:
- Broschüre „Es geht auch ohne – (Mikro-)Plastikfreie Naturkosmetik selbst herstellen“
- Lernmodul „Unsere Plastikwelt“ zur kostenlosen Ausleihe
Lerneinheit 6
Gar nicht so smart, das Handy!
Handy und Computer - alles im grünen Bereich?
Das mobile Telefon und der Computer sind in ihrer vielfältigen Form und Funktion nicht mehr aus unserem Alltag wegzudenken. Sie sind anschauliche Beispiele dafür, wie Konsummuster die ökologischen, ökonomischen und sozialen Strukturen auf globaler Ebene beeinflussen. Angesprochen werden Aspekte wie Ressourcenverbrauch, Umweltbelastungen und Arbeitsbedingungen im Rahmen des Herstellungsprozesses und der Gewinnung der Rohstoffe. Die Schüler*innen diskutieren über Möglichkeiten eines nachhaltigen Konsums.
Zielgruppe: ab 7. Klasse
Zeitumfang: ein Projektvormittag
Kosten: es fallen keine Kosten an
Ort: Werk-statt-Schule, Kniestr. 10, Hannover-Nordstadt, nach Absprache auch in der Schule möglich
Referentinnen: Marina Stegic, Ewelina Scheliga, Werk-statt-Schule e. V
Kontakt: Tel.: 0511/44 98 96-16, E-Mail: umweltbildung@werkstattschule.de
Kooperationspartnerin: Abfallwirtschaft Region Hannover (aha)
Weiteres:
- Lernmodul „Handy - aber fair!“ zur kostenlosen Ausleihe
Lerneinheit 7
Ein Papier, das Bäume leben lässt!
Papierschöpfen
Gemeinsam lernen wir die Kunst der Papierherstellung praktisch kennen: Aus alten Zeitungen stellen wir Pulpe her, schöpfen und gießen Papier, pressen und trocknen es. Die Schüler*innen stellen aus einem alten Produkt ein neues her und erfahren vieles über Recyclingpapier, das einen Beitrag zum Schutz der Wälder und des Klimas leistet.
Zielgruppe: etwa 2.-7. Klasse
Dauer: Projektvormittag (4 U.std.) in Kombination mit den Präsentationen „Kanada“ o. „Urwaldzerstörung für die Papierproduktion“
Kanada
Wir nehmen die Schüler*innen mit auf eine spannende Reise in den Great Bear Rainforest, einem einzigartigen kanadischen Küstenregenwald. Hier werden Waldgebiete eingeschlagen, um Holz für die Papierherstellung zu gewinnen. Dieses Beispiel bietet die Möglichkeit, komplizierte Zusammenhänge des Themas Papier schülergerecht darzustellen.
Zielgruppe: Grundschule, Sek 1
Zeitumfang: 1 U.std.
Urwaldzerstörung für die Papierproduktion
Auf etwa 60 Folien werden die Urwaldrodungen in Kanada, Brasilien und Mosambik veranschaulicht. In Kanada werden die Bäume direkt zu Papier verarbeitet, in Brasilien werden nach der Urwaldrodung Plantagen für schnell wachsende Hölzer angelegt. Hier „entsteht“ unser Toilettenpapier. In Mosambik wird die Landbevölkerung durch den Plantagenanbau vertrieben. Und schließlich geht es um die Frage: Welchen Nutzen hat Recyclingpapier und wie sieht dessen Ökobilanz gegenüber derjenigen von Papier aus Frischfaserholz aus?
Zielgruppe: Sek 1
Zeitumfang: 1 Doppelstunde
Papiergeschichte
Auf welchen Materialien die Menschen im Laufe ihrer Geschichte geschrieben haben und wie sie hergestellt wurden, erfahren die Schüler*innen bei einem Dominospiel, das mit einem Tafelbild, Fotos und Anschauungsmaterialien ergänzt wird.
Zielgruppe: etwa 4.-7. Klasse
Zeitumfang: ca. 1 Unterrichtsstunde
Informationen zu den Papierworkshops:
Kostenbeitrag: es fallen keine Kosten an
Ort: in der Schule
Referent: Ralf Strobach, Bürgerinitiative Umweltschutz e. V.
Kontakt: Tel.: 0511/44 33 03, E-Mail: papier@biu-hannover.de
Kooperationspartnerin: Bürgerinitiative Umweltschutz e. V.
Beratung zur Umstellung der Schule auf Recyclingpapier
Bildung und Lernen hat viel mit Papier zu tun. Schulhefte, Arbeitsblätter für die Schüler*innen und auch der schulinterne Verbrauch - in der Schule wird viel Papier benutzt. Wir informieren auf Elternabenden, Konferenzen oder im direkten Gespräch über die Möglichkeiten, den Papierverbrauch der Schule auf umweltfreundliches Recyclingpapier umzustellen. Modernes Recyclingpapier klemmt nicht mehr in Druckern oder Kopierern, ist tintenfest und lässt sich gut farbig bemalen.
Referent: Ralf Strobach, Bürgerinitiative Umweltschutz e. V.
Kontakt: Tel.: 0511/44 33 03, E-Mail: papier@biu-hannover.de
Kosten: es fallen keine Kosten an
Weiteres:
- Papierschöpfset zur kostenlosen Ausleihe mit 15 Schöpfrahmen und Wannen und allem anderen Zubehör.
Lerneinheit 8
Lebensmittel retten – Kompostieren für das Klima!
Klimaworkshop Smoothiebar
Ein Smoothie reist um die Welt. In diesem Workshop wollen wir erforschen, woher das Obst und Gemüse für unseren Smoothie stammt. Hat das etwas mit dem Klima zu tun? Was bedeutet in dem Zusammenhang die Anbauform: konventionell und biologisch?
Der Apfel hat schon eine braune Stelle – trotzdem zu gut für die Mülltonne? Gemeinsam werden wir über Lebensmittelverschwendung reden und wie wir sie vermeiden können.
Damit es bei uns schön bunt zu geht, stellen wir natürlich auch leckere Smoothies her und vergleichen sie miteinander: Wie viele Kilometer hat mein Smoothie zurückgelegt, welcher ist der mit dem besten Ökologischen Fußabdruck, welcher ist wohl der gesündeste? Wir werden gemeinsam forschen und testen, schnippeln und mixen.
Zielgruppe: Sek I
Zeitumfang: 4 U.std., nach Absprache auf 2 U.std. kürzbar
Ort: Schule, in der Schulküche oder in einem Raum mit Abwaschmöglichkeit
Kosten: 3,00 Euro pro Schüler*in für Lebensmittel/Material
Referentin: Michaela Rönicke, Heuhüpfer e. V., www.heuhuepfer.de
Kontakt: Tel.: 0177 2756201, E-Mail: roenicke@heuhuepfer.de
Klima-Imbiss: Appetit auf Zukunft!
Sensibilisieren, motivieren und realisieren – ein Projekttag mit abwechslungsreichen Methoden für den Zusammenhang zwischen Ernährungsweise und Klimaschutz
Wer hat schon mal eine Pastinake gegessen und wie schmeckt Fenchel? Wo wachsen Mangos und Papaya? Welche Reise hat die Banane hinter sich? Muss es immer Fleisch sein oder geht es auch anders? Wie viele unserer Lebensmittel landen im Müll und wie können wir das vermeiden? Dieses und vieles mehr möchten wir mit den Schüler*innen ergründen und erforschen, welchen Einfluss unsere Ernährung auf die Umwelt und das Klima hat.
Damit der Spaß nicht zu kurz kommt, bereiten wir gemeinsam einen Imbiss zu, den wir natürlich zusammen in der Gruppe genießen werden!
Zielgruppe: Sek I
Zeitumfang: 4 Unterrichtsstunden
Ort: Schule, in der Schulküche oder in einem Raum mit Abwaschmöglichkeit
Kosten: 3,00 Euro pro Schüler*in für Lebensmittel/Material
Referentin: Michaela Rönicke, Heuhüpfer e. V., www.heuhuepfer.de
Kontakt: Tel.: 0177 2756201, E-Mail: roenicke@heuhuepfer.de
Mögliche Zusatzmodule im Rahmen von Projektwochen oder Projekttagen
- Einkauf auf einem Bauernmarkt oder im Supermarkt mit Schwerpunkt „regionale und saisonale Ware“
- Verpackungsmaterial: Wie spare ich Plastik- und anderen Verpackungsmüll?
- Zu gut für die Tonne 1: Kochworkshop mit aussortierten Lebensmitteln vom Supermarkt um die Ecke
- Zu gut für die Tonne 2: Spontankochen mit der Beste Reste App
- Einkaufen - aber richtig: Welche Tipps gibt es zu beachten? Wie mache ich mir einen Wochenplan - und vor allem: Wie viel Geld kann ich damit sparen?
- Diverse Filmbeiträge: „Taste the waste – Die globale Lebensmittelverschwendung“ oder „Tomorrow“.
Trennen leicht gemacht- Vom Bioabfall zum Kompost
Die Schüler*innen untersuchen Komposterde und lernen den Lebensraum von Regenwürmern, Asseln und Tausendfüßlern kennen. Die Tiere in diesem speziellen Lebensraum werden benannt, beschrieben und gezeichnet. Die jeweiligen Anpassungen der Wirbellosen und ihre wechselseitigen Abhängigkeiten untereinander und mit der Umgebung (z. B. Nahrungskette) lassen ein deutlicheres Gesamtbild von diesem Lebensraum entstehen. Der Kreislauf der organischen Stoffe und die Vermeidung von Abfall am Beispiel des Kompostierens werden thematisiert. Nur ein belebter Boden ist fruchtbar und diese oft geschmähten Tiere nehmen eine wichtige Rolle i. R. der menschlichen Nahrungsversorgung ein. Die Kompostanlagen der Werk-statt-Schule machen den Jahreszyklus des Kompostierens und die Entstehung fruchtbaren Kompostes aus Nahrungsabfällen erlebbar.
Zielgruppe: 1.-6. Klasse
Zeitumfang: ein Projektvormittag
Ort: Werk-statt-Schule, Kniestraße 9/10, Hannover-Nordstadt, nach Absprache auch in der Schule möglich
Kostenbeitrag: es fallen keine Kosten an
Referentinnen: Marina Stegic, Ewelina Scheliga, Werk-statt-Schule e. V.
Kontakt: 0511/44 98 96-16, E-Mail: umweltbildung@werkstattschule.de
Weiteres:
Unterrichtskiste „Gesunde und nachhaltige Ernährung“ mit Flockenquetsche, Joghurtbereiter und Sprossenkeimer für die Zubereitung eines gesunden Frühstücks
Lerneinheit 9
Bist du mode-bewusst?
Jeans & Co. - Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit kommen in Mode
Die Schüler*innen setzen sich anhand des Themas Mode, das bei Jugendlichen einen hohen Stellenwert hat, kritisch mit ihrem Konsumverhalten auseinander und nehmen dabei ökologische, ökonomische und soziale Aspekte in den Blick. Anhand einer Jeans werden Kinderarbeit, Einsatz von Pestiziden und deren Auswirkungen auf Mensch und Natur, virtuelles Wasser und Entlohnung im Rahmen des Herstellungsprozesses beleuchtet. Die Schüler*innen diskutieren nachhaltige Lösungsansätze und formulieren konkrete Handlungsmöglichkeiten - auch für ihren Lebensalltag.
Zielgruppe: ab 7. Klasse
Zeitumfang: 2 Unterrichtsstunden
Ort: in der Schule
Kostenbeitrag: es fallen keine Kosten an
Referent*innen: JANUN Hannover e. V.
Kontakt: buero@janun-hannover.de
Kleidung der Menschen der Erde,
Fair-WEBEN & Pflanzenfarben
Diese Unterrichtseinheit kann mit unterschiedlichem Schwerpunkt gebucht werden. In der Einstiegsphase (15 Minuten) geht es jeweils um die Arbeitsbedingungen in der Textilherstellung, aber auch um Mode und Identität. Es soll ein Bewusstsein für den Wert von Kleidung geschaffen werden. Beim praktischen Teil (60 Minuten) kann zwischen vier Modulen gewählt werden:
- Kleidung der Mapuche - Textilien fürs Leben
Die traditionelle Mapuche-Weberin Maria Teresa Curaqueo Loncon stellt in einem Video die Kleidung der Mapuche und deren Bedeutung vor. Die Schüler*innen sprechen über eigene Schätze in ihrem Kleiderschrank und weben am Webstuhl der Mapuche.
- Aus Alt mach Neu: Herstellung einer Handytasche
Aus alten mitgebrachten Kleidungsstücken, Bettlaken etc. werden an einfachsten Webrahmen in „Flickenteppich-Art“ Handytaschen u.a. gewebt. Mit Exkurs zu Pflanzenfarben.
- Neues Outfit für alte Klamotten*
Die von den Jugendlichen mitgebrachten ausrangierten hellen Klamotten (WICHTIG: aus Baumwolle oder Leinen!) werden mit Pflanzenfarben überfärbt. In der Shibori-Technik entstehen spannende Muster.
* Werkraum notwendig zum Kochen und Färben!
- Mit Pflanzen färben & Postkarten-Aktion
Wie wünschen wir uns die Herstellung unserer Kleidung? Was würden wir den Näher*innen gerne sagen? Mit selbsthergestellten Pflanzenfarben und Gallustinte wird eine Postkarte gestaltet und anschließend beschriftet.
In den Workshop wird ein Video der Mapuche-Weberin María Teresa Curaqueo Loncón (Chile) eingebunden (traditionelle Herstellung und Wertschätzung von Kleidung, Slow Fashion).
Zielgruppe: Sek I
Zeitumfang: eine Doppelstunde (ggf. bis zu vier Unterrichtsstunden)
Referentin: Anna Piquardt; E-Mail: anna_piquardt2002@yahoo.de
Mode-Rallye im Großen Garten
Kurfürstin Sophie begleitet die Teilnehmenden durch den Großen Garten und zeigt ihnen die Mode des Barock. Schon damals war Mode ein sehr wichtiges Thema. Sie diente dazu, den Rang in der Gesellschaft zu unterstreichen. Seide war ein beliebtes Material, das importiert wurde. Heute ist es nahezu die komplette Kleidung, die aus anderen Ländern - insbesondere denen des globalen Südens - eingeführt wird. Es wird ein Blick auf die Auswirkungen der Fast Fashion geworfen und es werden die Vorzüge der Slow Fashion betrachtet. Die Schüler*innen werden dazu angeregt, über ihren Kleidungsstil nachzudenken. Das Ganze ist verpackt in verschiedene Fragen und Aufgaben, die es zu lösen gilt.
Die Rallye ist in Zusammenarbeit von Nachhaltigkeitsbüro mit den Herrenhäuser Gärten entstanden. Sie kann über einen QR-Code an der Kasse zum Großen Garten heruntergeladen werden.
Zielgruppe: ab 7. Klasse
Umfang: ca. 60 Minuten
Kostenbeitrag: es gilt der übliche Eintrittspreis für den Großen Garten, die Nutzung der Rallye ist kostenlos.
Internet: https://de.actionbound.com/bound/duplicate-modeherrenhausen
Lerneinheit 10
Mein Schultag – das geht auch nachhaltig!
Fairness-Check – Auf dem Weg zur fairen Schule
Schüler*innen nehmen ihre Schule unter Gesichtspunkten der fairen Beschaffung unter die Lupe und lernen gleichzeitig die globalen Zusammenhänge unseres Konsums kennen sowie Möglichkeiten, das Leben nachhaltiger zu gestalten. Im Mittelpunkt stehen die positiven Wirkungen des Fairen Handelns auf den Globalen Süden. In dem Workshop erhalten die Schüler*innen eine Einführung in die Themen Globale Gerechtigkeit/Fairer Handel und erfahren, wie der Fairness-Check durchgeführt werden kann und wie es gelingt, fair gehandelte Produkte in der eigenen Schule einzuführen. Durch seinen Bausteincharakter ist es sowohl möglich, den Fairness-Check im Rahmen einer AG oder einer Projektwoche vollständig zu bearbeiten, als auch einzelne Aspekte im Rahmen des Unterrichts aufzugreifen. Der Fairness-Check ist verfügbar unter www.hannover-nachhaltigkeit.de (Suchbegriff „Fairness-Check“).
Der Fairness-Check kann als Einstieg in die Bewerbung der Schule für die Auszeichnung „Fairtrade-School“ dienen (www.fairtrade-schools.de). Das Nachhaltigkeitsbüro gibt Unterstützung bei der Erfüllung einzelner Kriterien.
Zielgruppe : ab 7. Klasse (in Teilen ab 5. Klasse)
Verkürzter Fairness-Check als betreute Unterrichtseinheit: möglichst 4 U.std.
Referentin: Theresia Hoffmann
Kostenbeitrag: es fallen keine Kosten an
Kontakt: Nachhaltigkeitsbüro, Tel. 0511-16846596, E-Mail: nachhaltigkeit@hannover-stadt.de