„Mut machen, die Welt auf eigenen Pfaden zu entdecken, ein verlässliches Lebensumfeld schaffen und starke Kinder auf den Weg bringen – Die Erziehung und Bildung von Kindern gehören zu den bedeutendsten, anspruchsvollsten und schönsten Aufgaben.
Mit den Familienzentren Hannover ist es gelungen, frühkindliche Bildung, Entwicklung und Erziehung mit Elternbildung und -beratung zu verzahnen. Und zwar vor Ort, dort wo Familien leben und Unterstützung brauchen. Familienzentren sind Orte, an denen Eltern ihre Anliegen und Bedürfnisse besprechen können, andere Eltern und Familien kennenlernen können und Unterstützung für ihre Erziehungsaufgabe und für die eigene Lebensplanung finden. Auch die Kinder profitieren von der Unterstützung für ihre Eltern, denn starke Eltern können ihre Kinder bei deren Entwicklung gut begleiten und fördern. Zudem gewährleistet ein Familienzentrum eine optimale Förderung durch vielfältige Angebote und Projekte, die mit weiteren Akteur*innen und Einrichtungen des Stadtteils gut vernetzt realisiert werden können.
Familienzentren in Hannover leisten damit einen starken Beitrag zur Teilhabe von Kindern und Familien an Kultur und Bildung.“
Dieses ist ein Auszug aus dem Grußwort von Oberbürgermeister Belit Onay, der am 8. Juni den 6. Fachtag der Familienzentren Hannover im Hannover Congress Centrum eröffnete. Über 1000 Mitarbeiter*innen aus Familienzentren in Hannover sowie Gäste aus ganz Deutschland kamen zusammen, um sich darüber auszutauschen, wie die in seiner Ansprache formulierten Ideen und Konzepte umgesetzt werden können.
Wohlbefinden kann man nicht lernen
Die Vorträge von Frau Prof. Dr. S. Viernickel von der Universität Leipzig, Dr. Michael Lichtblau von der Leibniz Universität Hannover und Klaus Kokemoor, Fachberatung Inklusion der Stadt Hannover, unterstrichen, dass Wohlbefinden die wesentliche Grundlage für Kinder ist, um mit ihrer Umgebung in Beziehung zu treten und Lernerfahrungen zu sammeln. Der pädagogische Alltag in Kitas und Familienzentren muss so gestaltet sein, dass Kinder sich sozial eingebunden fühlen, sich als kompetent erleben und Autonomieerfahrungen machen können. Autonome Handlungsregulationen beeinflussen das Lernen von Kindern am stärksten.
Was bedeutet das für die Fachkräfte in Familienzentren und Kindertagesstätten? Die Gestaltung der Beziehung zu den Kindern und die Beobachtung als Schlüssel pädagogischer Qualität müssen im Vordergrund der pädagogischen Arbeit stehen.
Für das eigene Wohlbefinden war auf dem Fachtag ebenfalls gesorgt. Musik leistete einen großen Beitrag zur positiven Stimmung – quasi ein atmosphärisches Grundrauschen, wenn nicht gerade Vorträge auf der Bühne im anderen Saal stattfanden. Für die musikalische Umrahmung sorgten die Hannoveraner Musiker*innen Szilvia Csaranko (Akkordeon), Katharina Pfänder (Violine) und Markus Neumann (Kontrabass). Das Trio spielte Folk aus verschiedenen Erdteilen.
Das Pastabuffet bot hoffentlich für jede*n etwas: Penne, Vollkornnudeln und glutenfreie Nudeln konnten nach Herzenslust mit Bolognesesauce, Käsesauce oder einer veganen Tomaten-Gemüsesauce kombiniert werden.
Fazit: Für alle eine rundum gelungene Veranstaltung.
Autor: Andreas Schenk