Mit der Teilnahme am Programm verpflichtet sich Hannover, in einem partizipativen Prozess konkrete Maßnahmen für mehr Kinderfreundlichkeit zu erarbeiten. Die Stadtverwaltung wird dazu einen Aktionsplan mit verbindlichen Zielen entwickeln, der von unabhängigen Expert*innen begleitet und regelmäßig überprüft wird.
Oberbürgermeister Belit Onay
Hannovers Oberbürgermeister Belit Onay zeigte sich erfreut über die zukünftige Zusammenarbeit mit dem Verein: „Hannover wird eine kinderfreundliche Kommune – ein wichtiger Schritt für die Zukunft. Mit der einstimmigen Entscheidung des Rates werden nun die Kinderrechte nachhaltig auf kommunaler Ebene verankert. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels ist es unsere Verantwortung, junge Menschen zu schützen, zu fördern und sie in politische Prozesse einzubeziehen. So machen wir unsere Stadt zu einem Ort, an dem Familien sich wohlfühlen und Kinder glücklich aufwachsen können.“
Anne Lütkes, Vorstandsvorsitzende des Vereins Kinderfreundliche Kommunen,
sagte: „Hannover ist die dritte Landeshauptstadt, die sich unserem Vorhaben angeschlossen hat. Mit ihrer Teilnahme unterstreicht die Stadt Hannover die Bedeutsamkeit der Belange von Kindern und Jugendlichen vor Ort. Die Stadt verfügt bereits über langjährige Erfahrungen im Bereich der Kinder- und Jugendbeteiligung. So gibt es bereits Kinder- und Jugendbüros in verschiedenen Stadtteilen, Initiativen und Förderungen zur kulturellen Bildung junger Menschen sowie Kinder- und Jugendparlamente und Kinderräte.
Mit dem Ziel der Kommune, gemeinsam eine Stadt zu schaffen, die Mitbestimmung fördert, soziale Gerechtigkeit stärkt und in ihrer Kinder- und Familienfreundlichkeit eine Vorbildfunktion einnimmt, wird es im nächsten Schritt nun darum gehen, die Situation der jungen Menschen vor Ort zu analysieren und Maßnahmen für mehr Kinderfreundlichkeit zu entwickeln. Mit großer Freude werden wir Hannover auf dem Weg zu einer Kinderfreundlichen Kommune begleiten.“
Siegel „Kinderfreundliche Kommune“
Für den Aktionsplan, der innerhalb eines Jahres unter Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt wird, vergibt der Verein das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“. Das Siegel erkennt den Willen der Kommune zur Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention an. Es ist zudem Ausdruck einer Selbstverpflichtung der Stadt und Ansporn, die festgesteckten Ziele innerhalb von drei Jahren umzusetzen. Der von UNICEF Deutschland und dem Deutschen Kinderhilfswerk getragene Verein Kinderfreundliche Kommunen begleitet den gesamten Prozess.
Die Stadt Hannover ist bundesweit die dritte Großstadt und die 20. Kommune in Niedersachsen, die dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommunen“ beitritt. Damit nimmt Niedersachen diesbezüglich die Spitzenposition in Deutschland ein.
Programm „Kinderfreundliche Kommunen“
Das Programm „Kinderfreundliche Kommunen“ läuft vier Jahre und kann anschließend verlängert werden. Im ersten Jahr wird nach einer Bestandsaufnahme und durch Beteiligungsverfahren mit Kindern und Jugendlichen der Aktionsplan vorbereitet. Nach dem Beschluss des Aktionsplans durch den Stadtrat prüft der Verein Kinderfreundliche Kommunen den Aktionsplan und vergibt das Siegel für die folgenden drei Jahre.
Seit über zehn Jahren begleitet der Verein Kinderfreundliche Kommunen Städte und Gemeinden und nun auch Landkreise bei der lokalen Umsetzung der Kinderrechte. Mehr als 60 Kommunen, die ihre Politik und Verwaltung auf Kinderfreundlichkeit ausrichten wollen, haben sich dem Vorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ angeschlossen – darunter Köln, Mannheim, Potsdam, Regensburg, Stuttgart und Wolfsburg. Das Vorhaben basiert auf den internationalen Erfahrungen aus der Child Friendly Cities Initiative von UNICEF und wird gefördert vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend.
Weitere Informationen
Digitale Pressemappe: Vereinbarungsunterzeichnung Hannover: Kinderfreundliche Kommunen
Ansprechpartner*innen:
Kinderfreundliche Kommunen e.V., Dominik Bär, Geschäftsführer, Telefon 01590 13 57 567,
E-Mail: info@kinderfreundliche-kommunen.de
UNICEF Deutschland, Simone Morawitz, Pressereferentin, Telefon 0221 93650 257, E-Mail: presse@unicef.de
Deutsches Kinderhilfswerk, Uwe Kamp, Pressesprecher, Telefon 030 308693 11, E-Mail: presse@dkhw.de